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GARDENING

Ein gemeinsames Projekt der Aussenkehr Primary School
und der Stiftung Kinder fördern – Zukunft stiften seit 2020.

In Aussenkehr, im Süden Namibias, prägen extreme klimatische Bedingungen, große Entfernungen und begrenzte Versorgungsstrukturen den Alltag vieler Familien. Gerade in diesem Kontext entstehen Lernorte, die Kindern Orientierung, Selbstvertrauen und Zukunftsperspektiven eröffnen können. Der Schulgarten der Aussenkehr Primary School ist ein solcher Ort. Zwischen sandigem Boden und sengender Sonne erleben Kinder hier, wie aus einem Samen Nahrung entsteht, wie Verantwortung übernommen wird und wie Gemeinschaft wachsen kann. Der Garten erzählt von Selbstwirksamkeit, von Resilienz und davon, dass Zukunft manchmal ganz leise beginnt — mit einem gepflanzten Samen.

Seit 2020 ist der Schulgarten Teil der langfristigen Partnerschaft zwischen der Aussenkehr Primary School und der Stiftung Kinder fördern – Zukunft stiften. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, Kindern durch Bildung, Beziehung und praktische Erfahrungen nachhaltige Zukunftskompetenzen zu vermitteln.

Ein Garten mit Geschichte und Potenzial

Der Schulgarten existiert bereits seit rund zehn Jahren und ist sowohl Bestandteil des schulischen Unterrichts als auch ein zentraler Baustein unseres Life Skills Programms. Im Gardening Club lernen Kinder, Obst und Gemüse anzubauen, Pflanzen zu pflegen und ihre Ernte im Cooking Club weiterzuverarbeiten.

Trotz seiner Bedeutung konnte der Garten bisher nur eingeschränkt genutzt werden. Fehlende Infrastruktur, unzureichende Bewässerung sowie fehlende Schutzmaßnahmen gegen Tiere und Diebstahl erschweren eine kontinuierliche Bewirtschaftung. Gerade deshalb birgt der Garten großes Potenzial — als Lernort für Ernährungskompetenz, als Beitrag zur Selbstversorgung und als Brücke zwischen Schule, Familie und Gemeinschaft.

Bildung, die im Alltag verankert ist

Aussenkehr ist eine Gemeinde im Wandel, geprägt von saisonaler Arbeitsmigration und einer starken landwirtschaftlichen Umgebung, insbesondere im Tafeltraubenanbau. Viele Kinder wachsen in einem Umfeld auf, in dem Landwirtschaft eine zentrale Rolle spielt, ohne jedoch selbst praktische Erfahrungen im nachhaltigen Anbau sammeln zu können.

Der nachhaltige Schulgarten schafft hier einen lebensnahen Zugang zu landwirtschaftlicher Bildung und verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung. Kinder erwerben Kompetenzen rund um Ernährung, Nachhaltigkeit und Verantwortung und erleben gleichzeitig Selbstwirksamkeit und Teamarbeit. Darüber hinaus eröffnet der Garten Perspektiven für unternehmerisches Lernen, etwa durch den möglichen Verkauf von Ernteprodukten oder deren Weiterverarbeitung.

Gemeinschaft als Grundlage nachhaltiger Entwicklung

Der Schulgarten ist kein isoliertes Projekt, sondern ein gemeinschaftlicher Entwicklungsprozess. Lokale Microfarmer, Eltern, Lehrkräfte und staatliche landwirtschaftliche Beratung bringen ihre Erfahrung ein und stärken die lokale Verantwortung für den Garten. Internationale Studierende und Volontärinnen und Volontäre ergänzen diese Expertise durch neue Perspektiven, Forschung und praktische Unterstützung. So entsteht ein lebendiger Austausch zwischen lokalem Wissen und internationalem Engagement.

Nachhaltigkeit über das Projekt hinaus

Ziel des Projekts ist der Aufbau eines ganzjährig bewirtschafteten Schulgartens mit stabiler Infrastruktur, verlässlicher Betreuung und langfristiger lokaler Verantwortung. Dazu gehören unter anderem Schutzmaßnahmen, Bewässerungssysteme, die Anstellung eines Gärtners sowie Kooperationen mit universitären Partnern und landwirtschaftlichen Fachstellen. Diese Struktur stellt sicher, dass der Garten dauerhaft als Lern- und Begegnungsort genutzt werden kann und über die Projektphase hinaus positive Impulse für Kinder und Community setzt.

Wirkung auf einen Blick

Der nachhaltige Schulgarten…

  • erreicht direkt über 1.000 Kinder

  • stärkt Ernährungskompetenz und Selbstwirksamkeit

  • verbindet Schule, Community und lokale Landwirtschaft

  • schafft einen dauerhaften Lern- und Begegnungsort

  • ermöglicht erste unternehmerische Erfahrungen

  • fördert Verantwortung für Umwelt und Ressourcen

Stimmen aus dem Projekt

„Im Garten lerne ich, wie ich selbst Essen anbauen kann. Das macht mich stolz.“
Schülerin, Aussenkehr Primary School

„Der Schulgarten ist für unsere Kinder ein Ort, an dem Lernen sichtbar und greifbar wird.“
Lehrerin, Aussenkehr Primary School

„Der Garten verbindet Schule, Gemeinschaft und Zukunft. Hier wächst mehr als nur Gemüse.“

 

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Projektleitung Stiftung: Maike Reinhardt
Stiftung Kinder fördern – Zukunft stiften
info@stiftung-kinder-foerdern.de

 

Projektleitung vor Ort: Panderee Mutambo
Gartenbauberaterin Dr. Annaly Strauss
University of Namibia (UNAM), Keetmanshoop


Schulische Ansprechpartnerin: Selma Hamukoto
Landwirtschaftslehrerin, Aussenkehr Grundschule, Namibia​​​​

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